Der Fehlkauf – falsch, fatal und fies! Jeder hatte sie schon, glaub mir, jeder! Hier bist Du im positiven Sinne nicht einzigartig.

Beim letzten Kleiderschrankcheck war es mal wieder so weit: ein Teil, noch mit Etikett, ganz hinten im Schrank. Nie getragen, irgendwie vergessen – oder vielleicht bewusst ignoriert? Ein klassischer Fehlkauf – was tun? Anstatt sich zu ärgern, frage lieber: Was will mir dieses Teil sagen? Denn genau solche Stücke haben echtes Aha-Potenzial.

In diesem Newsletter erfährst Du 3 Gründe, warum Fehlkäufe ein hervorragendes Werkzeug auf dem Weg zu Deinem eigenen Stil sind.

Inhalt Fehlkauf

Fehlkauf – was kannst du tun?

Fehlkauf – 3 überraschende Gründe:

  • Ohne Fehlkäufe keine Innovation
  • Fehlkäufe bringen dich näher ans Ziel
  • Fehlkäufe machen dich menschlich

Fehlkauf – was kannst du tun?

Du kannst UMTAUSCHEN, UMFÄRBEN, UMDEKORIEREN, UMDENKEN.

Gehen wir mal davon aus, dass du das gute Stück nicht mehr umtauschen kannst. Weil die Frist abgelaufen ist oder weil du es an einem ganz anderen Ort gekauft hast, z.B. im Urlaub. Weitergeben an eine Freundin klappt auch nicht immer, denn du solltest jemanden finden, zu dem Farbe, Form und die Stilrichtung passt.

Der Secondhand-Laden hat deinen Fehlkauf abgelehnt. Bevor das gute Teil in der Tonne endet, hast du diese Möglichkeiten, dass es “am Leben” bleibt und sich jemand anderes wenigstens noch darüber freut. Natürlich musst du dich damit abfinden, dass Du nicht mehr so viel Geld für dein Teil bekommst.

  • Kleinanzeigen oder Vinted: Ich habe dort schon einiges verkaufen können – manchmal geht es fix, manchmal zieht es sich. Es klappt nicht immer, aber oft genug, dass es sich für mich lohnt.
  • Momox: Auch hier habe ich schon viel losbekommen. Inzwischen nutze ich es nur noch in Einzelfällen, weil die Preise oft (meiner Meinung nach unverschämt) niedrig sind. Für ein paar Euro gebe ich meine Sachen nicht her, wenn es sich um Markenware handelt.
  • Flohmarkt: Da muss man Lust drauf haben, klar. Die Preise sind je nach Markt meist recht niedrig. Für mich ist das ein kleines Hobby – ich sehe es locker: Wenn ich was verkaufen kann, super. Hauptsache, es landet nicht im Müll. Und ab und zu ist auch mal ein echt guter Preis dabei.

Umfärben, die nächste Möglichkeit: Nicht mit jedem Fehlkauf ist das ohne Weiteres machbar. Es gibt Stoffe, die nehmen die Farbe nicht gut an. Dann ist dein gutes Stück fleckig. Und von dunkel auf hell solltest du es gar nicht erst versuchen.

Umdekorieren: Wenn es ein Oberteil mit einer falschen Farbe ist, decke es mit einem Tuch/Schal ab. Aber nicht jedes Teil eignet sich dafür, und du willst vielleicht auch nicht immer mit einem Schal rumrennen.

Jetzt bleibt noch der letzte Punkt auf meiner Liste, nämlich das Umdenken.

Aber zunächst noch zum Stichwort Umfärben. Du willst endlich deine richtigen Farben wissen? Dann gönn dir eine Farbberatung.

Aus jedem Fehlkauf wird ein Aha! 3 überraschende Gründe

1. Ohne Fehler – ohne Fehlkauf – keine Innovation

Du merkst, dass dein gewohnter Stil nicht mehr zu dir passt. Probierst was Neues aus, bist dabei noch auf wackligen Beinen, kaufst etwas und merkst zu Hause, dass es doch nicht das Richtige war. Mist, wieder ein Fehlkauf! Tipps zum Einkaufen findest du übrigens hier.

Es ist unmöglich, ein fremdes Land zu bereisen, ohne wenigstens einmal in die Irre zu gehen. Es ist unrealistisch, ein neues Instrument zu erlernen, ohne einen falschen Ton anzuschlagen. Und genauso weit hergeholt ist es, etwas Neues, auf welchem Gebiet auch immer, auszuprobieren, ohne dabei Fehler zu machen. Solange du keine Fehler machst, fährst du in altbekannten Gewässern, sprich: Du wächst nicht, lernst nicht dazu und gehst keine Risiken ein. Das heißt, du bleibst bei deinem alten, aber nicht mehr zu dir passenden Stil. Willst du das wirklich? (Rhetorische Frage, ich weiß).

Dazu die Geschichte von Thomas A. Edison, dem Erfinder der Glühbirne.

Erzählungen zufolge scheiterte dieser innovative Geist mehrere Tausend Male. Als er einmal gefragt wurde, wie er sich bei so vielen Misserfolgen immer wieder motivieren könne, antwortete er: “Warum Misserfolge? Wir kennen jetzt 1.000 Wege, wie man eine Glühbirne nicht baut. Somit kommen wir der Entdeckung der Variante, die funktionieren wird, immer näher!”

Wow, was für eine Antwort! Nun müssen es nicht 1.000 Fehlkäufe sein. Aber zu viele Menschen geben bereits auf, bevor sie überhaupt etwas Neues versucht haben. Da ist diese Angst, etwas falsch zu machen oder das Ziel am Ende doch nicht zu erreichen. Wenn es um Farbe und Stil geht, hört sich das oft so an: Ich bin zu dick, ich habe eh kein Geld, ich werde sowieso nie gut aussehen.

Foto: Regina Maass und KI

Fehlkauf Fehlkäufe was tun
Fehlkäufe was tun

2. Fehler bringen Dich näher an Dein Ziel

Sieh den Fehlkauf als wertvolles Feedback an, welches dich näher zu Deinem Ziel bringt, nämlich zu deinem Stil. Dieser eine Weg, nämlich der Fehlkauf, den du ausprobiert hast, hat nicht funktioniert. Nun unterstützt er Dich darin, den richtigen schneller zu finden.

Fehlkauf – was tun? Verurteile dich und den Fehlkauf nicht, sondern nutze ihn zu deinen Gunsten. Das wird ein Meilenstein auf dem Weg zu deinem Stil sein!

Und wenn du dich jetzt fragst, “Was steht mir wirklich?”, dann mach meinen Stiltest.

3. Fehlkäufe (und Fehler) machen Dich menschlicher

„Jetzt habe ich das Geld dafür ausgegeben und es war noch nicht mal wenig. Wie konnte ich mich nur so blöd beschwatzen lassen. Was hat mich denn da geritten? Bei anderen sieht es einfach toll aus. Und alle tragen das jetzt. Da möchte ich auch dabei sein und so toll aussehen“.

Kennst du diese oder ähnliche Gedanken? Glaube ja nicht, dass du die Einzige bist, die schon mal so gedacht hat.

Was ich dazu zu sagen habe:

  1. Okay, ein Fehlkauf ist ärgerlich. Du hast Geld aus dem Fenster geworfen. Trotzdem sei gnädig zu dir selbst. Das macht dich menschlich und du wirst dann auch einfühlsamer werden, wenn es um die Fehler/Fehlkäufe anderer geht. Mal davon abgesehen, dass du dadurch selbst zufriedener und entspannter durchs Leben gehst, wird dir diese Fähigkeit ungeahnte Sympathien entgegenbringen.
  2. Was an anderen, z.B. deiner Freundin gut aussieht, muss noch lange nicht gut an dir aussehen. Das hört sich jetzt irgendwie frustrierend an. Aber sieh es mal umgekehrt: Was an dir gut aussieht, muss noch lange nicht gut an deiner Freundin aussehen! Du bist du, also vergleiche dich hier nicht mit anderen. Und schon gar nicht mit Schaufensterpuppen! Was hörte ich schon von vielen Kundinnen und Kunden: An der Puppe sah es gut aus. Und – bist du die Puppe?
  3. Wenn alle es jetzt tragen, es also „in“ ist, heißt das noch lange nicht, dass es an allen gut aussieht. Warum tragen es dann trotzdem alle? Einfache Antwort: Weil wir alle dazu gehören wollen. Keiner will außen vor sein.

Schau genau hin: Was ist im Moment alles angesagt? Nachgezeichnete Augenbrauen, lange Wimpern, akkurat lackierte Fingernägel, bestimmte Accessoires, Farben aus Deiner Farbpalette? Hier wirst Du ganz bestimmt etwas finden, was zu dir passt.

Nimm nicht alles, was jetzt angesagt ist, sondern wähle gezielt aus, was deins ist. Und wenn du hier gern Hilfe hättest, dann gönn dir eine Stilberatung: