7 Mythen, die es Dir erschweren, Deinen Farbtyp zu finden und meine Tipps, die Dich weiterbringen.
Kennst Du das? Du versuchst, Deinen Farbtyp zu finden. Aber dann passt eines Deiner Kriterien nicht in die Beschreibung. Und schon bist Du genauso schlau wie vorher.
Hier erfährst Du, welche Unwahrheiten Du über Bord schmeißen kannst und welche Kriterien Dir bei der Farbanalyse wirklich helfen. Als Beispiel nehmen wir die Farbberatung bei Sommertypen.
INHALT
Mythos #/Nr. 1: Sommertypen können keine braunen Augen haben
Die Wahrheit ist, sie können und haben braune Augen. Die Sommer-Farbpalette enthält kühle Brauntöne, genannt Graubraun und Kitt, als der hellere Ton. Diese gehören zu den sogenannten Basis- oder Neutralfarben. Mit braunen Augen kann der Sommertyp (auch light oder true summer genannt) diese dann gerade gut tragen. Vielleicht sogar besser als seine übrigen Basisfarben wie Mittel- bis Dunkelblau oder die Grautöne.
Wie im Sport vergebe ich innerhalb der Basisfarben gern die Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Bei der Farbberatung vom Sommertyp mit braunen Augen stünde Graubraun ganz oben auf dem Treppchen. Und da manch ein Sommerauge sogar Dunkelbraun ist, würde man die Farbpalette um ein kühles Dunkelbraun erweitern. Genannt Mokka oder Kaffee.
Das Braun der Iris kann übrigens sowohl ein kühles Braun sein, als ein warmes. Trotzdem ist und bleibt derjenige ein Sommertyp, wenn nämlich Haare und Haut kühltonig sind.
Mythos # 2: Die Farbanalyse geht nach den Augen
Die Wahrheit ist, die Farbanalyse geht nach den beiden großen Pigmentierungsträgern Haare und Haut. Iris und Augenbraue sind im Vergleich zu diesen kleinflächig. Sie spielen deshalb eine untergeordnete Rolle. Die Augen entscheiden innerhalb der Farbpalette über Favoriten, d.h. welche Farben besonders gut gehen. Oder ob eine weitere Farbe mit hinzugenommen werden kann, die üblicherweise nicht in der Farbpalette enthalten ist. Das habe ich unter Mythos 1 am Beispiel des Sommertyps erklärt.
Ein weiteres Beispiel habe ich hier: Frühlingstypen (auch warm oder true spring genannt) haben oft blaue, also kühl tonige Augen. Haare und Haut sind aber warm tonig. Trotz der kühl tonigen Augen bleibt derjenige in der warm tonigen Kategorie. In jedem Fall haben unsere Farbpässe Blautöne in der Frühlingspalette. Die kann der Frühling mit blauen Augen einmal mehr tragen.
Mythos # 3: Die Farbanalyse geht nach der Haut
Die Wahrheit ist, die Farbanalyse geht nach Haut UND Haar. Bei der Farbberatung eines Sommertyps sollte beides kühl tonig sein. Selbst kurze Haare sind eine große, aussagekräftige Farbfläche im Vergleich zur kleinen Fläche der Iris. Die Haarfarbe darf also bei der Analyse nicht ignoriert werden. Es ist also nicht nur ein einzelnes Merkmal, das über Deinen Farbtyp bestimmt.
Mythos #4: Farbberatung Sommertyp oder Frühlingstyp? Die Farbe der Adern zeigt es
Sommer- oder Frühlingstyp – warm oder kalt? Blaue Adern am Handgelenk– kalt tonig, grüne Adern – warm tonig. Nicht immer ist dies eindeutig zu sehen.
Ich habe einen anderen Tipp für Dich: Schau Dir die Handinnenfläche an, inklusive der Fingerspitzen. Sind sie rosig, bläulich, so spricht das für einen kühlen Hautunterton. Sind sie pfirsichfarben, so spricht das für einen warmen Unterton. (Ich weiß natürlich, dass auch das nicht immer einfach zu beurteilen ist. Deshalb gibt es ja Farbberaterinnen).
Mythos #5: Gelblich wirkende Haut kann nicht kühltonig sein
Die Wahrheit ist, dass gelblich wirkende Haut oft kühltonig ist. Das kann auch bei der Farbberatung eines Sommertyps passieren. Es kommt darauf an, wie der Hautunterton ist. Würde man einer kühl tonigen Haut warme Farben anlegen, würde die Haut noch gelblicher und damit kränklich wirken.
Mythos #6: Entweder warm tonig oder kalt tonig und damit basta
Die Wahrheit ist, dass es Menschen gibt, die weder rein warm tonig noch rein kühl tonig sind.
Du kennst vielleicht das alte Farbsystem mit den 4 Jahreszeiten. Zwei davon sind warm tonig, Frühling und Herbst. Zwei davon sind kühl tonig, Sommer und Winter.
Und Du findest Dich in keinem wieder? Willkommen in der guten Gesellschaft von ganz vielen anderen Menschen! Das sind Personen, die eben nicht in diese zwei Schubladen passen. Und damit nicht eindeutig warme oder eindeutig kalte Farben hervorragend tragen können.
Du hast schon gelesen, dass die Farbberatung nach den beiden großen Pigmentierungsträgern Haare und Haut geht. Stell Dir nun vor, dass die Haare warm tonig sind und die Haut kühl tonig. Oder auch umgekehrt. Dann greift das starre System von nur warm oder kalt tonig nicht mehr. Solltest Du so ein Vertreter sein, dann liegst Du in der Mitte und kannst einen Teil der warmen und einen Teil der kalten Farben tragen.
Mythos #7: Farbberatung ist veraltet
Ja und Nein. Farbberatung nach den vier Jahreszeiten, immer noch weitverbreitet, stellt das ursprüngliche System dar. Dies halte ich für veraltet/überholt und einschränkend. Einige aktuelle Systeme sind überkompliziert und damit wieder einengend.
Ich arbeite mit 12 Farbtypen, und habe diesem System eine einfache und gleichzeitig wirksame Struktur verliehen. Dies macht mein System anders und aktuell. Ich gehe nach einer Richtlinie vor, damit die Farbberatung nicht willkürlich, aus dem Bauch heraus, ist. Gleichzeitig ist mein System genügend flexibel, denn eine Farbanalyse soll nicht so starr sein, dass sie uns geradezu versklavt.
Fazit
Ich hoffe, ich habe einige Fragen zur Farbberatung beantwortet. Oder auch Fragezeichen aus dem Weg geräumt. Habe ich etwas nicht angesprochen, was Dich interessiert? Dann nimm mit mir Kontakt auf.
Du möchtest endlich Deinen Farbtyp wissen? Aber nicht nach irgendeinem System, sondern nach den 12 Farbtypen?
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