Was macht ein Typberater? – Ein humorvoller und ehrlicher Blick in die Welt der Typberatung.

Typberater. Das klingt für manche nach einem Job à la “das kann doch jeder, der Geschmack hat”. Oder nach “dafür braucht es nicht viel Grips”. Und vielleicht klingt es auch nach Glitzer. Aber wer denkt, dass Typberatung bloß heißt, mit einem Wimpernschlag die Welt in Pastelltöne zu tauchen, der irrt. D.h. schnell mal zu sagen, was jemand tragen soll, funktioniert nicht. Die Typberatung geht nämlich tiefer und zeigt, wie das Äußere zur Persönlichkeit passt. Allerdings ohne Couch, das überlassen wir getrost der Psychologie. Also, was genau macht ein Typberater? Und wo liegen die Grenzen?

Inhalt

Ein Typberater: Mehr als nur Farb- und Stilberater

Die Superkräfte eines Typberaters

Grenzen setzen: kein Psychologe, kein Wohnberater

Spezialisierungen: Stylist, Personal Shopper und mehr

Ausbildung? Unbedingt notwendig!

“Diplom-Typberater”? Vorsicht!

Fazit

Ein Typberater: Mehr als nur Farb- und Stilberater

Die Typberatung dreht sich darum, die richtigen Farben und den eigenen Stil zu finden und die Persönlichkeit ins richtige Licht zu rücken. Klingt erst mal einfach, oder? Aber wer mal eine Beratung gemacht hat, weiß: Da steckt eine Menge dahinter!

Selbstverständlich schaue ich mir an, welche Farben, Muster und Schnitte zu dir passen. Selbstverständlich berücksichtige ich deine Figur. Logisch, dass ich frage, wofür du die Typberatung haben möchtest. Aber besonders wichtig ist dabei – und für mich das spannendste – zu erkennen, was für eine Persönlichkeit du bist. Um diese mit dem Anlass und deiner Figur in Einklang zu bringen. Es geht darum, dass du deine Persönlichkeit echt und selbstbewusst zeigst, deine Möglichkeiten ausschöpfst und das ohne Verkleidung.

Typberater sind nicht nur Leute, die dir sagen, ob du in diesem Oberteil oder in jener Hose gut aussiehst. Ob du Rosa oder Orange tragen sollst. Farb- und Stilberatung? Klar – aber das ist noch längst nicht alles. Ein richtig guter Typberater ist eine echte Allzweckwaffe in Sachen Menschenkenntnis, Diplomatie und Selbstbeherrschung. Hier sind die Fähigkeiten, die ein Typberater wirklich braucht:

Die Superkräfte eines Typberaters – Was man wirklich draufhaben muss

  • Fachwissen satt – und ein scharfes Auge für die kleinen Details:

    Ohne das notwendige Know-how kann man sich die Sache gleich abschminken. Als Typberater muss ich wissen, was geht. Schließlich geht es um echte Stil-Rettungsaktionen und keine halbgaren Style-Tipps aus einem Modemagazin.

  • Künstler der Diplomatie – ruhig bleiben:

    Die Kunden sind so abwechslungsreich wie eine Patchwork-Decke – jeder bringt sein eigenes Muster und seine eigene Geschichte mit! Manche liebt man, andere sind herausfordernd. Aber als gute Typberaterin weiß ich: Am Ende geht’s um den Stil, nicht um ein „Best Friends“-Gefühl. Also heißt es, auch mal tief durchatmen und sich auf die Mission konzentrieren. Und wenn’s dann auch gut geklappt hat, darf mal stolz darauf sein.

  • Den Stil des anderen erkennen – auch wenn’s nicht der eigene ist:

    Hier kommt die wahre Herausforderung: Ich muss Stilempfehlungen geben können, die ich selbst niemals tragen würde. Es geht darum, den Stil zu finden, der zur Persönlichkeit des anderen passt – auch wenn das heißt, dass man bunte Hemden oder wilde Muster empfiehlt, von denen man selbst Albträume bekommt. Ein echter Typberater stellt sich und seinen Geschmack in den Hintergrund.

  • Sich selbst zurücknehmen – der Kunde ist der Star:
    Ein Typberater muss sich manchmal unsichtbar machen. Der Star der Beratung ist immer der Kunde. Also: Dem Kunden die Bühne lassen und dem eigenen Ego ein bisschen Zurückhaltung gönnen.

  • Eine Atmosphäre schaffen, in der sich jeder verstanden und gut aufgehoben fühlt:

    Typberatung ist eine Art von Freundschaft auf Zeit. Wer lächelt, wertschätzend auftritt und den richtigen Ton trifft, bringt andere auch ohne erhobenen Zeigefinger auf den passenden Style-Weg.

Grenzen setzen: Kein Psychologe, kein Wohnberater

So spannend die Typberatung auch ist, es gibt klare Grenzen. Ein Typberater ist kein Psychotherapeut. Wenn jemand den Wunsch äußert, „mehr wie mein mutiges Ich“ wirken zu wollen, dann bringt uns das auf interessante Style-Pfade. Aber wer emotionale Herausforderungen ansprechen möchte, der ist bei einer Lebensberaterin oder Psychotherapeuten besser aufgehoben. (Als ausgebildete Heilpraktikerin für Psychotherapie kann ich das zwar bedienen, aber ich würde es nie mit einer Typberatung vermischen. Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe).

Auch mit Wohnberatung hat das Ganze nichts zu tun. Nur weil ich weiß, dass du ein „soft autumn“ bist, heißt das noch lange nicht, dass ich sagen kann, ob deine Wohnzimmerwände in Sandfarben oder Hellgrau besser wirken.

Ein guter Typberater bleibt bei dem, was er kann, und konzentriert sich auf den Kern der Typberatung. So konzentriere ich mich auf dich und dein Auftreten – und nicht auf deine Wohnzimmergestaltung.

Dich interessiert der Kern der Typberatung? Hier sind die Infos zu meiner Ausbildung: Wir gehen es professionell an, aber der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.

Spezialisierungen: Stylist, Personal Shopper und mehr

Typberatung macht’s möglich, sich zu spezialisieren. Jeder Typberater merkt nach einer gewissen Zeit, was ihm am meisten Spaß bringt und nimmt das als sein Steckenpferd, wie z.B.:

  • Stylistin – Typberater, die sich auf das Styling spezialisieren, stellen die Looks für Schauspieler zusammen, für öffentliche Auftritte oder Fotoshootings. Aber auch die Outfits, die du in Katalogen siehst.

  • Personal Shopper – mit oder ohne Kleiderschrankcheck – Personal Shopper begleiten ihre Kunden beim Einkauf. Wer den Überblick im Schrank verloren hat oder Ideen braucht, ist hier genau richtig. Gern auch als Kombi mit dem Kleiderschrankcheck: Bevor es losgeht, wird erst mal alles im Schrank durchforstet. Was passt noch? Was fehlt? So wird gezielt und nachhaltig geshoppt – und nicht nur wild drauflos gekauft.

  • Visagistin – als Profi für Make-up und Gesichtsgestaltung versteht er oder sie, wie man mit Farben und Techniken das Beste aus einem Gesicht herausholt. Bestimmte Merkmale werden betont oder zurückgenommen. Hier geht’s auch um Looks für besondere Anlässe, Fotoshootings oder Bühnenauftritte. Da sollte das Make-up auch unter speziellen Lichtbedingungen gut wirken.
  • Bewerbungs- und Karrierecoaching – Typberatung als Teil der Karriereberatung: Wenn sich jemand beruflich verändern will, wird nicht nur der Lebenslauf überarbeitet, sondern auch der Look. Vom ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch bis zum täglichen Auftritt im Job – das passende Styling macht einen echten Unterschied.

  • Modeberatung – ein Klassiker unter den Spezialisierungen – hier hilft der Typberater, den persönlichen Stil gleich in der Boutique oder dem Modegeschäft umzusetzen. Neue Trends werden so angepasst, dass sie zur Persönlichkeit passen und der Verkauf dabei nicht zu kurz kommt.

Ausbildung? Unbedingt notwendig!

Nun zum vielleicht kritischsten Punkt: Kann jeder Typberatung anbieten? Theoretisch, ja. Praktisch… bitte nicht. Der Job ist zwar kein regulierter Ausbildungsberuf wie Physiotherapeutin oder Augenoptiker, aber ohne Fachwissen geht es trotzdem nicht. Farbtypen, Stiltypen und wie man mit der Figur umgeht – das sind Basics, die jeder Typberater draufhaben sollte.

Wer das Thema ernst nimmt, macht hier eine fundierte Ausbildung. Denn auch wenn Typberatung kein klassischer Lehrberuf ist und schon gar kein Hochschulstudium, braucht es trotzdem Know-how und Übung, um professionell und seriös zu arbeiten. Ein Typberater ohne Ausbildung ist wie ein Koch ohne Rezept – es wird vielleicht irgendwas Essbares dabei herauskommen, aber ob’s am Ende auch wirklich schmeckt, steht in den Sternen!

 

Hier geht’s zu den Infos meiner Ausbildung, die richtig gute Ergebnisse bringt: mit Kopf und Herz, strukturiert und kreativ, zeitlich und örtlich flexibel.

 

„Diplom-Typberater“? Vorsicht!

Der Titel „Diplom-Typberater“ ist ein reiner Marketing-Gag. Es gibt keine Uni, die diesen Abschluss anbietet. Typberatung ist zwar ein ernst zu nehmender Job, aber akademische Titel gibt es hier nicht. Wer damit wirbt, will sich gegenüber anderen als besser hervortun. Ein ziemlich schlechter Scherz gegenüber allen, die, wie ich, jahrelang zur Uni gegangen sind und sich ein echtes Diplom erarbeitet haben.

Ausbildung Typberater Zertifikat Diplom

Fazit: Der Typberater im Dienst des besten Stils für den Kunden

Farbberatung, Stilberatung und ein gutes Make-up gehören zum Repertoire. Dazu noch eine Prise Humor, Freundlichkeit und das Wissen, dass ein wenig Stilsicherheit oft Großes bewirken kann.

Ein guter Typberater ist ein bisschen wie ein Chamäleon: Flexibel, charmant, viel Know-how, Fingerspitzengefühl und die Bereitschaft, sich auch mal unsichtbar zu machen, gehören definitiv zur Jobbeschreibung.