Farbberatung nach den Jahreszeiten: Hilfe, welches System soll ich wählen, traditionell oder neuzeitlich?

Früher war nicht alles besser, aber früher war es einfacher, zumindest was dieses Thema betrifft. Es gab das 4-Jahreszeiten-System. Punkt.

Heute sieht es ganz anders aus. Es gibt mehrere differenzierte Farbsysteme. Sinnvoll oder sinnlos, weil es so verwirrend ist wie ein Dschungel – die Frage kann man sich wirklich stellen.

Hier vergleiche ich das ursprüngliche 4 Jahreszeiten ganz allgemein mit erweiterten Farbsystemen. Sozusagen pro und kontra.

Inhalt Farbberatung nach Jahreszeiten

Pro 4 Jahreszeiten

Kontra 4 Jahreszeiten

Pro differenziertes Farbsystem

Kontra differenziertes Farbsystem

Fazit Farbberatung nach Jahreszeiten

 

Pro Farbberatung nach 4 Jahreszeiten

Klare Richtlinien und klare Kategorien: Mit nur 4 Farbfamilien nach den Jahreszeiten ist das System überschaubar und damit leicht verständlich. Hell – dunkel, warm – kalt.

Dies ist gut für alle, die nur eine Tendenz haben oder abgeben wollen. Zum Beispiel, …

  • … weil die Zeit für “mehr” nicht reicht. Das kann der Fall sein bei einer großen Gruppe mit gleichzeitig wenig Zeit. Als Beraterin kannst Du anschließend eine erweiterte Farbberatung anbieten: Hier kümmerst Du Dich nur um eine Kundin und hast genügend Zeit. Als Kunde kannst Du eine Farbberatung nach mehr Jahreszeiten aufsuchen.
  • … weil es mehr um ein Gruppenerlebnis geht als um fachliche Infos. Klönen und Sektchen trinken sollen nicht zu kurz kommen. Dabei ein wenig in die Materie reinzuschnuppern, reicht.

  • … weil Du es einfach haben willst oder es für Deine Kundschaft vom Verständnis her einfach sein sollte. (Und das ist hier bitte nicht respektlos gemeint!)

Farbberatung 4 Jahreszeiten

Kontra FARBBERATUNG NACH 4 JAHRESZEITEN

Gerade weil es so überschaubar ist, hat das System aber auch Nachteile:

  • Es gibt zu wenig Zwischentöne. Nuancen werden nicht erfasst. Es bleibt kaum Spielraum für Individuelles. Wir Menschen sind aber auch bei Haaren, Haut und Augen vielfältig.

    Beispiel warm – kalt: Es gibt nur diese beiden Kategorien. Was aber, wenn die Haut kühltonig ist und die Haare warmtonig? Du meinst, dass es so etwas nicht gibt? Aus Erfahrung weiß ich, dass das vorkommt. Aber spätestens, wenn sich jemand mit kühl toniger Haut die Haare warmtonig färbt, habe ich warm und kalt an einer Person. So etwas ist bei den 4 Jahreszeiten aber nicht vorgesehen. Und als Beraterin darauf zu pochen, die Haare umzufärben, steht mir nicht zu.

    Beispiel hell – dunkel: Helle Haare, dunkle Haare – und was ist mit Mittelbraun?

     

    Toll, wenn das Ergebnis stimmt und zu einer der 4 Jahreszeiten zugeordnet werden kann. Aber wenn das nicht funktioniert? Dann muss eben die Jahreszeit gewählt werden, die am passendsten ist. Besser geht es nicht. Die Farben sind dann nicht optimal, der Nutzen nur eingeschränkt.

  • Eine gute Farbberatung berücksichtigt nicht nur die Farben, sondern auch Aspekte wie die Persönlichkeit oder die Physiognomie. Bei einem differenziertem Farbsystem kann ich mich je nach diesen Aspekten im System flexibel bewegen. Natürlich nur so weit, dass die Farben immer noch passen.

  • Manche Kritiker betrachten das Konzept der Farbberatung nach den vier Jahreszeiten als veraltet. Nicht mehr zeitgemäß, wird gesagt, weil eben das breite Spektrum von Haaren und Haut nicht berücksichtigt werden kann.

Pro Farbberatung nach differenzierten Farbsystemen

Farbberatung nach mehr als nur 4 Jahreszeiten berücksichtigt die verschiedenen Merkmale von Haaren, Haut und Augen mit Augenbrauen.

  • Das macht die Beratung viel individueller. Die entsprechenden Farben passen dann optimal, der Nutzen ist maximal. Dass Kundinnen und Kunden sich damit unwohl fühlen, sich ggf. noch mal beraten lassen, passiert viel seltener als bei der Farbberatung nach den 4 Jahreszeiten.
  • Mit mehr als nur den 4 Jahreszeiten, kann ich mich flexibler innerhalb des Systems bewegen. Kann individuell anpassen, wenn Seriosität im Job gefragt ist, wenn die Haare grau werden und bleiben sollen, wenn jemand weicher wirken will und, und, und.

Farbberatung Hamburg online 12 Jahreszeiten

Kontra FARBBERATUNG NACH DIFFERENZIERTEN FARBSYSTEMEN

Die differenzierte Farbberatung ist komplexer als die traditionelle Farbberatung nach den 4 Jahreszeiten. Das Ergebnis ist dadurch genauer. Das bedeutet aber im Einzelnen:

  • Als angehende Beraterin muss ich mehr lernen.

  • Wenn ich als Berater mein differenziertes Farbsystem erkläre, muss das logisch nachvollziehbar sein. Sprich, jeder, der es hört, muss es kapieren können. Ungenaue Worte wie “mehr oder weniger, in etwa, irgendwie” verwirren dabei.
  • Viele Jahreszeiten bedeuten viel Arbeitsmaterial, nämlich viele Tücher. Arbeite ich z.B. mit 12 Farbfamilien, brauche ich viel mehr Tücher als bei der Farbberatung nach 4 Jahreszeiten, also 4 Farbfamilien. Als Beraterin muss ich somit zu Beginn mehr investieren.
  • Die Analyse nach einem erweiterten Farbsystem dauert länger und ist meist dadurch auch teurer.

Fazit

Oft heißt es: Einfach schlägt komplex. Für mich ist der individuelle Ansatz eines erweiterten Farbsystems ausschlaggebend. Dass ich mich darin flexibel bewegen kann, kommt noch hinzu.

Aber wem das alles zu komplex ist, darf gern bei der traditionellen Farbberatung nach den 4 Jahreszeiten bleiben.

Warum ich mich auf die Farbberatung nach 12 Jahreszeiten spezialisiert habe, erfährst Du in einem der nächsten Blogbeiträge. Kriterien für eine professionelle Farbberatung findest Du hier.

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