“Ist doch logisch, dass ich ein Sommertyp bin”, der übrigens auch Light Summer genannt wird. “Schließlich habe ich im Sommer Geburtstag!”
Diese Schlussfolgerung meines Kunden war für mich absurd und lustig zugleich. Ich muss immer noch darüber schmunzeln.
Nun haben wir Sommer und ich nehme diese kleine Anekdote zum Anlass, über den Sommertypen zu schreiben. Der, wie Du richtig vermutest, zu allen Jahreszeiten Geburtstag haben kann.
Inhalt
Bezeichnung Sommertyp – Light Summer: Woher stammt sie?
Sommertyp – Light Summer Eigenschaften: Haare, Haut, Augen
Sommertyp – Light Summer: Haarfarben
Sommertyp – Light Summer Farben: Bekleidung, Schmuck, Make-up
Sommertyp – Light Summer: Farbkombinationen – Beispiele
Sommertyp – Light Summer: Wirkung, Persönlichkeit
Fazit
Bezeichnung Sommertyp – Light Summer: woher stammt sie?
Der Schweizer Kunstpädagoge Johannes Itten hat das Vorkommen der Farben in der Natur nach den 4 Jahreszeiten gruppiert. Daraus entstand letztlich die Farbberatung nach den vier Jahreszeiten.
Ich bezeichne das gern als Analogie, denn wie Du gleich lesen wirst, ist der Sommertyp kühltonig.
Beim differenzierten Farbsystem und der englischen Bezeichnung heißt der Sommer dann Light Summer.
Sommertyp – Light Summer Eigenschaften: Haare, Haut, Augenfarbe
Haarfarbe: Aschblond von hell bis dunkel, bis hin zum aschigen Hellbraun. Das ist eine große Spanne. Sommertypen sind also nicht immer hellblond.
“Aschig” heißt kühltonig, d.h. Du findest keinen goldenen oder rötlichen Schimmer. (Kleiner Scherz am Rande: Das Wort wird nicht mit r geschrieben).
Hautunterton: Hellhäutig bis Braun und immer mit einem kühlen Unterton: bläulich-pinkig, rosig.
Sommersprossen sind graubraun, nicht goldbraun.
Augenfarbe: Blau, Blaugrau, Graugrün oder der Mix aus Blaugrün-Grau, Petrol und auch seltener kühles Braun. Lies dazu gern meinen Beitrag über 7 Mythen zur Farbberatung.
Und wenn die Haare grau werden? Dann bleibst Du ein Sommertyp – Light Summer. Die Farbe ändert sich, das Kühle bleibt.
In unserer Infografik steht der Sommer rechts oben, dargestellt mit der Sonne.

Sommertyp – Light Summer: Haarfarben
Sommertypen sind mit ihren Haaren oft unzufrieden: Sie finden sie langweilig. Tatsächlich zeigt der Haaransatz einen typischen Grauschleier. Und dann? Dann wird leider schnell falsch gefärbt, weil Goldblond doch angeblich so viel schöner sein soll. Ich schreibe “leider”, denn damit verlässt man das Kühl tonige, geht in die warm tonige Richtung und das steht einem Sommertypen nicht gut zu Gesicht.
Und was geht jetzt: Asch-, Silber-, Mattblond, Platinblond, Silbergrau, helles Aschbraun. Ich kann verstehen, wenn Dich Deine Haarfarbe etwas langweilt, aber bitte bleib bei der kühl tonigen Richtung. So werden Dir Deine Farben immer gut stehen.
Hast Du kühles dunkelblondes Haar? Dann kannst Du es mit hellen, kühlen Strähnen super aufpeppen. Dein Friseur will das nicht, will unbedingt bei Goldblond bleiben? Sprich mit ihm und wenn da gar nichts geht, wechsel ihn oder sie. Du bist der Boss! Hier bin ich sehr klar, weil Goldblond – also ein warmes Blond – sich mit Deinen kühlen Farben “beißen”. Das gilt vor allem für die Rosa, Himbeer- und Rottöne. Mit der Harmonie zwischen Deinen Farbmerkmalen und den Farben, die Du trägst, ist es dann vorbei.
Sommertyp – Light Summer Farben: Bekleidung, Schmuck, Make-up
Haare, Haut und Augenfarbe zeigen keinen starken Kontrast zueinander. Deshalb sollten die Farben vom Sommertyp – Light Summer auch nicht so stark ausfallen. Sie sind also gedeckt, gedämpft, soft, insgesamt kühl und hell.
Deine Basisfarben:
Deine Highlightfarben:
Vermeide:
Sommertyp – Light Summer und Schmuck:
Silberfarben, d.h. Silber, Weißgold und “diesmal was aus Platin, Liebling”. Oft werde ich nach Roségold gefragt: Als Kompromiss kannst Du es nehmen.
Make-up:
Deine Farben fürs Make-up ergeben sich aus den oben aufgelisteten Farben. D.h. konkret:


Sommertyp – Light Summer: Farbkombinationen – Beispiele
Du kannst die dunklen Basisfarben vom Sommertyp – Light Summer Dunkelblau, Grau oder Graubraun zu all den Farben der Abbildung kombinieren. Genauso geht es mit den hellen Basisfarben Wollweiß, Graubeige oder Hellgrau.
Auch Graublau ist ein guter Kombipartner und wirkt dabei noch sehr elegant.



Sommertyp – Light Summer: Wirkung, Persönlichkeit
Ja, es sind elegante, unaufdringliche Farben. Sie wirken teilweise sogar zart und mädchenhaft. Hier denke ich natürlich an die Rosatöne.
Aber muss ein Sommertyp deshalb zwangsläufig ein eleganter, vielleicht sogar leicht distanziert wirkender, leiser oder zarter oder mädchenhaft romantischer Typ sein?
Ich kenne die Zuordnung der vier Standard-Farbtypen zur Persönlichkeit. Demnach ist der Sommertyp – Light Summer der klassische Typ: elegant, dabei aber nicht übertrieben auffällig. Kauft lieber nach der Devise “weniger ist mehr,” statt jedes Schnäppchen mitzunehmen. Dafür darf es dann auch mal was kosten. Weiß, was sie oder er will und kauft zielgerichtet.
Hm, ich tue mich schwer damit: Mir ist das zu schematisch. Ich erinnere einen Kunden, Sommertyp, der sehr unkonventionell war und immer noch ist. Das darf sein und das geht auch mit den Sommerfarben: Wie wäre es mit einem Anzug in Türkis? Und wenn es die seriös wirkenden Anzugfarben Dunkelblau und Grau sind, dann wird mit Dr. Martens oder himbeerroten Schuhen kombiniert. Oder das ganze Outfit ist Himbeerrot, inklusive der Socken.
Wollweißes Hemd, dunkelblauer Anzug, mokkafarbene Schuhe plus Gürtel. Und auch die Socken farblich abgestimmt auf die Farbe der Hose oder Schuhe – das perfekte Business-Outfit. Aber sorry, da geht ein Unkonventioneller nicht mit.
Genauso meine unkonventionelle, klassische Kundin: Anzug, Bluse, alles kein Problem. Aber bitte keine Pumps oder Ballerinas. Es mussten die Cowboystiefel dazu sein. Und ich habe das abgesegnet. Sie war Chefin ihrer eigenen Firma, sie konnte sich das locker leisten. Hätte ich in beiden Fällen auf das gängige Schema gepocht, hätte ich an beiden vorbei beraten.
Fazit
Jeder Farbtyp hat etwas Gutes, es gibt keinen besseren oder schlechteren. Du magst Deine Haare langweilig finden, aber als Sommertyp kannst Du z.B. die Blautöne rauf und runter tragen.
Und wenn Du eine Farbe aus Deinem Spektrum nicht magst, dann lass sie einfach sein. Es gibt kein Müssen und nicht dürfen.
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Fotos. Regina Maass