Winter Wonderland: Glitzernder Schnee, strahlend blauer Himmel, es wird früh dunkel, und die tief stehende Sonne wirft klare Schatten – alles wirkt intensiv und kraftvoll. Und es ist klirrend kalt. Genau diese Farben – kühl, stark, strahlend und voller Kontraste – gehören zum Wintertyp.

Manch einem tut das sogar ein bisschen in den Augen weh, und ich kann es gut verstehen. Die Farben sind so klar und kühl, dass man fast glauben könnte, sie kämen direkt aus einem Gletscher.

Keine Sorge, es geht auch gemäßigter. Welche Farben dir perfekt stehen und wie du die Intensität dosieren kannst, verrate ich dir hier.

Inhalt

Bezeichnung Wintertyp – Cool Winter: Woher stammt sie?

Wintertyp – Wintertyp Farben: Haare, Haut, Augen

Wintertyp: Haarfarben

Wintertyp Farben: Bekleidung, Schmuck, Make-up

Wintertyp: Farbkombinationen – Beispiele

Wintertyp – Wintertyp Farben: Wirkung, Persönlichkeit

Fazit

Bezeichnung Herbsttyp – Dark Autumn: Woher stammt sie?

Johannes Itten, ein Schweizer Kunstpädagoge, gruppierte Farben, wie sie in der Natur vorkommen, und damit nach den 4 Jahreszeiten. Daraus entstand die Farbberatung nach den vier Jahreszeiten mit dem Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp.

Stell dir eine Winterlandschaft vor, wie sie schöner nicht sein könnte: Du stehst in einer weiten Schneefläche, der Boden knirscht unter deinen Schritten, und die Luft ist kalt und klar. Über dir spannt sich ein strahlend blauer Himmel, die Wintersonne lässt den Schnee glitzern. Die kahlen Äste zeichnen sich scharf gegen den Himmel ab und betonen die starken Kontraste dieser Landschaft. Alles wirkt klar und intensiv: das Blau des Himmels, das Weiß des Schnees, das tiefe Braun der Rinde. Und genau hiervon leiten sich die Winterfarben ab: kühl, intensiv, dunkel.

Beim differenzierten Farbsystem und der englischen Bezeichnung heißt der Wintertyp dann Cool Winter.

Wintertyp – Wintertyp Farben: Haare, Haut, Augenfarbe

Haarfarbe: dunkelbraun, schwarz und kühltonig. Das Haar wirkt aschig, manchmal erkennt man sogar einen bläulichen Schimmer. Es erinnert an Kohle. Im Gegensatz dazu hat ein dunkelbraunes, warmtoniges Haar satte Nuancen, die an Nussschalen oder rötlichbraune Hölzer erinnern.

Hautunterton: Der Unterton ist immer kühl – pinkig oder bläulich. Du kennst vielleicht den Ausdruck „hell à la Schneewittchen“: Das beschreibt einen klassischen Wintertyp. Es gibt jedoch auch Wintertypen mit dunklerer Haut. Das wird häufig als „olivfarben“ bezeichnet, was irreführend ist, da Oliv ein warmes Grün ist.

Bräunung: Der Wintertyp bräunt gut bis gar nicht.

Augenfarbe: Blau, Blaugrau, Graugrün und oft auch Schwarzbraun. Das Augenweiß kann strahlend weiß sein, aber bitte nimm das nicht als ausschlaggebendes Kriterium für den Wintertyp. Dazu habe ich auch einen Blogbeitrag geschrieben.

In unserer Infografik steht der Wintertyp mit seinen Farben rechts unten, dargestellt mit dem Eiskristall.

Möchtest du wissen, ob du ein Wintertyp bist? Dann buche eine Farbberatung, bei mir in Hamburg oder online. Neben dem klassischen Wintertyp, Cool Winter, unterscheide ich außerdem Deep Winter und Clear Winter.

differenzierte Farbberatung 12 farbtypen

Wintertyp: Haarfarben

Typische Bezeichnungen für die Haarfarbe des Wintertyps sind Dunkelbraun, Schwarz, Schwarzblau sowie kühle Rot- und Beerentöne wie Kirsche, Cassis, Rubinrot, Bordeauxviolett, Purpur oder Pflaume. Auch Silbergrau gehört dazu – so lauten dann oft auch die Haarcolorationen. “„Ob es auch blonde Wintertypen gibt, werde ich manchmal gefragt. Die Antwort lautet: ja – aber äußerst selten, dann als platinblonder Wintertyp.

Der Wintertyp ergraut häufig früh. Ende zwanzig und die ersten grauen Haare? Das kann (leider) passieren. Dieses Grau ist klar, kühl und wirkt oft sehr attraktiv, nicht selten wieder mit einem feinen bläulichen Schimmer.

Fühlst du dich dafür noch zu jung und möchtest färben? Absolut verständlich. Greife jedoch nicht vorschnell zu Schwarz: In unseren Breitengraden haben die meisten Wintertypen dunkelbraunes Haar, das leicht mit Schwarz verwechselt wird. Besser ist ein kühles, aschiges Dunkelbraun – das wirkt harmonischer und weniger hart.

Entscheidest du dich für graue Haare, hast du zwei Optionen: Du bleibst bei den klassischen Winterfarben oder wechselst in die etwas softere Farbfamilie Sommer-Winter, auch Cool Summer genannt. Mehr dazu findest du in meinem Beitrag “Graue Haare – stimmen meine Farben noch”.

Wintertyp Farben: Bekleidung, Schmuck, Make-up

Haare, Haut und Augenfarbe zeigen einen deutlichen Kontrast zueinander. Deshalb wirken die Farben vom Wintertyp auch intensiv, klar, kräftig.

Deine Basisfarben:

  • Schneeweiß, Eisgrau, Silberfarben
  • Schwarz, auch Schneeweiß und Schwarz zusammen am Oberkörper. Dies ist der härteste Farbkontrast, den man bilden kann. Der Cool Winter kann es vertragen.
  • Dunkelblau,
  • Schwarzbraun/Mokka (ein kühles Dunkelbraun),
  • Grautöne,
  • kräftige Lilatöne wie Purpur oder Signalviolett – ja genau, wähle doch mal diese Art von Lila als Basisfarbe statt Schwarz oder Blau,
  • dunkle, kühle Grüntöne wie Pinie.

 

Deine Highlightfarben:

  • Kräftige Rosatöne wie Magenta, Fuchsia, Signalrosa,
  • kühle Rottöne, die ins Pinkige gehen, wie Kirschrot, Rubinrot,
  • kräftige Blautöne wie Royalblau, Azur, Cyan, Indigo,
  • kräftiges Zitronengelb,
  • kühle Grüntöne wie Kadmium, Saragt,
  • kühle Eisfarben wie Eisrosa, Eisblau, Eismint.

Wunderst du dich über die Eisfarben, die gar nicht dunkel daherkommen? Es ist Weiß mit einem kühlen Farbhauch – kühler noch als Rosa, Hellblau oder helles Grün. Zusammen mit einer dunklen Basisfarbe entsteht der typische starke Farbkontrast.

 

Vermeide:

  • Beige, Vanille, Sand,
  • Senf, Curry, Kürbis, Gelbgold,
  • Pfirsich- und Orangetöne,
  • warme Grüntöne wie Oliv, Jagdgrün, Moos,
  • warme Rottöne wie Korallenrot, Feuer-, Ziegel- und Weinlaubrot,
  • typische Brauntöne, die ins Gelbliche oder Rötliche gehen, wie Kamel, Schoko, Zimt, Kastanie, Rotbraun, Mahagoni.
  • gedeckte, rauchige Farben.

 

Wintertyp Farben – Schmuck, Brillenrahmen, Edelsteine und Mineralien:

Weißgold, Platin, Silber und alle Farben der Farbpalette.

Wintertyp Farben – Make-up:

Deine Farben fürs Make-up ergeben sich aus den oben aufgelisteten Farben. D.h. konkret:

Farben für Lippenstift und Rouge: kräftige Rosatöne, Pink und kühle Rottöne.

Farben für Lidschatten: Hier spielt deine Augenfarbe eine große Rolle. Silber, Silbergrau, Grau, Rosatöne passen wunderbar zu blauen oder grünen Augen. Hellblau, helles Türkis, Mint kannst du zu braunen Augen wählen.

Du willst endlich deine richtigen Farben wissen? Dann buche eine Farbberatung.

Es geht offline bei mir in Hamburg oder online.

Winterfarben Farbpass
Wintertyp Farben

Wintertyp: Farbkombinationen – Beispiele

Schwarz, Dunkelblau und Grau kannst du – davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Wie wäre es zur Abwechslung mit Lila- oder Violetttönen? Und selbstverständlich lassen sich diese Kombinationen auch wunderbar mit deinen hellen Basisfarben Schneeweiß und Hellgrau umsetzen. Farbkombis sind natürlich immer Geschmackssache. Die Farbpässe bekommst du übrigens in unserem Shop color-style.com.

Wintertyp Winter Winterfarben
Wintertyp Farben Kombination

Wintertyp – Wintertyp Farben: Wirkung, Persönlichkeit

Ja, es sind intensive, knallige Farben. Für manche wirken sie sogar etwas zu laut.

Aber muss ein Wintertyp deshalb zwangsläufig laut und raumeinnehmend sein?

Ich kenne die Zuordnung der vier Standard-Farbtypen zur Stilrichtung und Persönlichkeit. Da heißt es dann: “Der Wintertyp ist präsent, intensiv, extrovertiert und extravagant. Seine Ausstrahlung wirkt kraftvoll, souverän, und er setzt sich durch. Das kann schnell dominant wirken. Der Wintertyp tritt bossy und ungeduldig auf, bleibt emotional distanziert, was ihn unnahbar erscheinen lässt”.

So hatte ich es mal lernen sollen bei einer meiner Ausbildungen: “Vielen Dank auch, wer will da schon gerne der Wintertyp sein. Ins linke Ohr rein, ins rechte wieder raus”.

Seufz, ich tue mich schwer damit: Mir ist das zu schematisch. Ich erinnere mich an den Anruf von Marlene: “Ich hatte eine Farbberatung, bin ein Wintertyp und nun soll ich Strass und Glitzer, Schwarz mit Schneeweiß tragen, Magenta und Royalblau. Im Prinzip mag ich die Farben, aber ich bin keine laute Person und mag es gern etwas leiser.”

Das darf sein und geht auch mit den Wintertyp-Farben. Oder man nimmt ein paar Farben aus dem Sommer-Winter (Cool Summer): kühle Farben, aber im Vergleich zum Winter abgeschwächt.

  • Statt der gängigen Schwarz-Weiß-Kombination: Anzug in Dunkelblau oder Grau, Top in Schneeweiß oder Hellgrau und schon wirkt es milder. Wenn es etwas farbiger sein darf, dann gern eine Tunika in Rosa oder Mint.
  • Oder im Sommer eine rosafarbene Hose zum weißen Shirt. Als Akzent mit Hingucker-Effekt runden magentafarbene Sandaletten und ein Kettenanhänger an der silberfarbenen Kette das Outfit ab.
  • Oder wie wär`s mit einem mittelblauen oder kadmiumfarbenen Anzug oder Kleid oder nur als Hose – das ist weder laut noch eine der typischen Basisfarben.

Fazit

Jeder Farbtyp hat etwas Gutes, es gibt keinen besseren oder schlechteren. Du findest, dass deine Winterpalette zu viele intensive Töne hat? Dann mach dunkle Blau-, Lila- und Grüntöne zu deinen Basisfarben. Oder auch Mokka. Setz die intensiven Töne nur spärlich ein. Statt Schwarz und Schneeweiß direkt miteinander zu kombinieren, mixe jede Farbe mit einer anderen Nuance. Du kannst beide Farben natürlich trotzdem tragen – und glaub mir, darum werden dich viele beneiden.

Fotos: Regina Maass